
130 Schülerinnen und Schüler beim Zeichenwettbewerb prämiert
13 Juli 2026Zwei Geschichten aus der Welt des Sports und des Lebens, verfasst von Schülerinnen und Schülern der italienischen und deutschen Oberschulen, wurden heute am Liceo Pascoli in Bozen im Rahmen des von WeFairPlay ausgeschriebenen Storytelling-Wettbewerbs „Erzählt eine Fair-Play-Geschichte“ ausgezeichnet. Die Gewinner sind Ilaria Vettorato vom Liceo delle Scienze umane, artistico e musicale „Giovanni Pascoli“ und Luca Calloni vom Realgymnasium Bozen. Die Preisverleihung der WeFairPlay-Auszeichnungen findet am Freitag, 2. Oktober, auf dem Messegelände Bozen statt. Im Mittelpunkt des Abends stehen Menschen und Vereine, die sich durch ihr Verhalten und ihre Initiativen als Beispiele für Fairness, Inklusion und Solidarität ausgezeichnet haben.
„Fair Play zeigt sich nicht nur in außergewöhnlichen Momenten auf dem Spielfeld. Es ist ein Wert, der jeden Tag durch Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Aufmerksamkeit für andere gelebt wird. Die Einbindung der Schulen ist dabei besonders wichtig: In ihren Geschichten zeigen die Jugendlichen, dass sie den menschlichen Wert des Sports erkennen und in Worte fassen können. Wir freuen uns, ein Projekt zu unterstützen, das Jahr für Jahr das Gebiet, die jüngere Generation und große Persönlichkeiten des Sports miteinander verbindet“, erklärt Walter Zambaldi, Vizepräsident von Cariparo.
„WeFairPlay erzählt von einem Sport, der über das Ergebnis hinausgeht und Verhaltensweisen, Entscheidungen und Beziehungen sichtbar macht, die einen Unterschied bewirken. Dieses Projekt zu unterstützen bedeutet, vor allem unter jungen Menschen eine Kultur des Respekts, der Inklusion und der Verantwortung zu fördern. Das sind Werte, die zum Sport gehören und zur Entwicklung einer bewussteren und solidarischeren Gemeinschaft beitragen können“, erklärt Flora Kroess, Präsidentin von Alperia.
Das Projekt wird vom GS Excelsior getragen und hat im vergangenen Jahr Dutzende lokale, nationale und internationale Geschichten gesammelt. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden die Schulwettbewerbe: Neben den Oberschulen wurden bereits die Beiträge der Bozner Grundschulen im Rahmen des Wettbewerbs „Fair Play in einer Zeichnung“ ausgezeichnet.
„Bei der fünften Ausgabe von WeFairPlay bringen wir erneut Geschichten auf die Bühne, die zeigen, dass Fair Play im Alltag gelebt wird und keine bloße Rhetorik ist“, erklärt Valter Vezzù, Präsident des GS Excelsior. „Wir haben von Anfang an an dieses Projekt geglaubt und unterstützen es mit dem, was wir am besten können: Meldungen aus dem Gebiet sammeln und sichtbar machen, Schulen einbinden und gemeinsam mit unseren Partnern einen Abend gestalten, an dem Gesten und Initiativen ausgezeichnet werden, die Menschen einbeziehen. So stellen wir den Sport in den Dienst der Gemeinschaft – im Einklang mit den Werten, die unser gesamtes Handeln bestimmen.“
Ehrengast Tamara Lunger
Ehrengast der diesjährigen Preisverleihung ist Tamara Lunger, die Südtiroler Alpinistin, Skibergsteigerin und Abenteurerin. Die in Bozen geborene und in Gfrill bei Tiers aufgewachsene Lunger feierte zunächst Erfolge im Wettkampf-Skibergsteigen,
bestieg im Alter von 23 Jahren den Lhotse und erreichte 2014 den Gipfel des K2. 2016 entschied sie sich bei einem Winterbesteigungsversuch am Nanga Parbat wenige Meter unterhalb des Gipfels umzukehren, um weder sich selbst noch ihre Seilschaft in Gefahr zu bringen. In den folgenden Jahren entwickelte sie Projekte, die Sport, Landschaft und Solidarität miteinander verbinden, darunter die Tamara Tour Italia und Climbing for a Reason in Pakistan. Ihre Geschichte steht für Mut, Entschlossenheit, den respektvollen Umgang mit den eigenen Grenzen und Aufmerksamkeit für andere – Werte, die WeFairPlay auszeichnen.
Die Gewinner des Schulwettbewerbs
Die Gewinner des Wettbewerbs „Erzählt eine Fair-Play-Geschichte“ sind Ilaria Vettorato vom Liceo delle Scienze umane, artistico e musicale „Giovanni Pascoli“ in Bozen und Luca Calloni vom Realgymnasium Bozen. Beide erhielten die Auszeichnung für Texte, die auf persönlichen Erlebnissen beruhen, bei denen sie selbst Augenzeugen waren.
Ilarias Geschichte spielt in der Welt des Eiskunstlaufs. Sie erzählt von der Enttäuschung und Traurigkeit nach einer Niederlage und davon, wie eine kleine, zugleich große menschliche Geste einer Konkurrentin die Motivation zurückgeben kann, mit neuem Enthusiasmus weiterzumachen. Lucas Text ist im Handballsport angesiedelt und stellt die Ehrlichkeit der Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt – jene Eigenschaft, die fairen und sauberen Sport von einem Sport unterscheidet, der durch negatives Verhalten beeinträchtigt wird.
Die Initiative und die Preise
Bei der Preisverleihung am 2. Oktober werden sechs Auszeichnungen vergeben: zwei Preise für die beste Fair-Play-Geste – einer für den Bereich Südtirol und einer als überregionaler „Open“-Preis. Zwei weitere Auszeichnungen würdigen die überzeugendste Initiative für Solidarität und Inklusion, ebenfalls mit einer Unterscheidung zwischen dem lokalen Bereich und dem „Open“-Bereich. Hinzu kommen der Jugendpreis, der das Engagement der jüngeren Generationen sichtbar machen soll, sowie ein Sonderpreis des GS Excelsior.
Die Jury
Der Jury gehören weiterhin die Sportlerinnen und Sportler Claudia Schuler, Antonella Bellutti, Tania Cagnotto, Martin Pavlu, Christian Lanthaler und Damiano Tommasi an. Vertreten sind außerdem die Journalisten Valentino Beccari, Stefano Bizzotto, Andreas Vieider und Manuela Vontavon.




