
„Geboren, um zu siegen“: Die Tigers Bozen und der Traum von einem Sport für alle
13 Juli 2025
WeFairPlay: Geschichten und Preisträger:innen der Ausgabe 2025 – ausgezeichnet in der Messe Bozen
12 Oktober 2025Sechs Preise für ebenso viele Geschichten aus dem Sport und aus dem Leben, für Menschen und Vereine, die sich durch ihre Taten und Initiativen als Vorbilder für Fairness, Inklusion und Solidarität ausgezeichnet haben. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr geht WeFairPlay in die vierte Runde. Die Preisverleihung findet am Freitag, 10. Oktober, um 18 Uhr im Veranstaltungsbereich H1 der Messe Bozen statt.
Im Rahmen der Pressekonferenz im Vorfeld der Zeremonie, die im Sportgymnasium „G. Toniolo“ in Bozen stattfand, gab WeFairPlay die Gewinner des Storytelling-Wettbewerbs für Oberschulen bekannt: Für die deutschsprachigen Schulen wurde Lisa Marie Telfser vom Sozialwissenschaftliches Gymnasium Meran ausgezeichnet, die sich für die Fairplay-Geste von Miroslav Klose im Spiel Lazio-Napoli (2012) entschieden hatte; Bei den italienischsprachigen Schulen gewannen Silvia Zanin und Joy Senoner vom Sportgymnasium „G. Toniolo“mit einem Text, der vom London-Marathon 2017 und der Hilfe von Matthew Rees für David Wyeth inspiriert war.
Das Projekt wird vom GS Excelsior getragen und hat im vergangenen Jahr auf wefairplay.org zahlreiche Geschichten über Fairness im Sport gesammelt – aus Südtirol, Italien und weit darüber hinaus. Einen festen Platz nehmen dabei die Schulwettbewerbe ein: Neben den Oberschulen konnten auch Grundschülerinnen und Grundschüler aus Bozen ihre Kreativität zeigen. Unter dem Motto „Fair Play in einer Zeichnung“ wurden die Klasse 4CF der Alexander-Langer-Schule sowie die dritte Klasse der Giuseppe-Verdi-Schule in Salurn ausgezeichnet.
„Auch in dieser Ausgabe zeigt sich: Unser Vertrauen in das Projekt ist berechtigt. WeFairPlay wächst Jahr für Jahr und stärkt die zentralen Werte des Sports – Fairness, Loyalität, Respekt und Inklusion“, sagt Peter Brunner, Sportlandesrat der Autonomen Provinz Bozen. „Deshalb unterstützen wir die Initiative seit Beginn. Sie fördert einen gesunden Wettkampfgeist, vor allem bei jungen Menschen, die hier – Seite an Seite mit internationalen Sportgrößen – eine Hauptrolle einnehmen.“
„Mit der vierten Ausgabe von WeFairPlay holen wir erneut Geschichten auf die Bühne, die zeigen: Fairplay ist gelebter Alltag und keine leere Floskel“, sagt Valter Vezzù, Präsident des GS Excelsior. „Wir haben von Anfang an an dieses Projekt geglaubt und unterstützen es mit dem, was wir am besten können: Stimmen und Erlebnisse aus der Provinz sichtbar machen, Schulen einbinden und gemeinsam mit unseren Partnern eine Veranstaltung gestalten, die Gesten und Initiativen auszeichnet, die für Inklusion stehen. So stellen wir den Sport in den Dienst der Gemeinschaft – im Einklang mit den Werten, die unsere Arbeit leiten.“
Bei der diesjährigen Preisverleihung wird ein besonderer Ehrengast erwartet: Arijana Boras, bosnische Skimeisterin und Symbol für Durchhaltevermögen. Aufgewachsen in den Bergen und inspiriert von den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo, debütierte sie 1992 in Albertville im Trikot der jugoslawischen Nationalmannschaft. Der Krieg und eine schwere Verletzung unterbrachen ihre Karriere – doch dank der Solidarität aus der Sportwelt, vom Beistand Alberto Tombas bis zur Unterstützung durch Deborah Compagnoni in Bormio, kämpfte sie sich zurück und startete 1994 in Lillehammer sowie 1998 in Nagano erneut. Nach sieben Knieoperationen beendete Boras ihre Spitzensportkarriere, blieb aber als Vorbild und Bezugspunkt für ihre Community erhalten. Ihre Geschichte vereint Talent, Disziplin und gegenseitige Hilfe – Werte, die auch WeFairPlay in den Mittelpunkt stellt.
Im Aufmacherbild sind die Wettbewerbssiegerinnen Joy Senoner und Silvia Zanin vom Sportgymnasium „G. Toniolo“ zu sehen.




